Exkursion nach Unterjoch-Steineberg
Wie schon am 04.11.25 trifft man sich um 10 Uhr am Parkplatz vor Unterjoch. Wir fahren aber gleich weiter nach Steineberg, wo Matthias zuvor die Genehmigung eingeholt hat, das im Privatbesitz befindliche Gelände zu betreten.
Der Bauer ist zwar gerade am Skilift Hotzenberg zugange, aber seine Frau begrüßt uns sehr freundlich und kann uns den ungefähren Weg zu den vermuteten Bergbau-Stellen oben am Steineberg weisen. Steil und weglos geht’s dann hinauf, und nach einiger Sucherei finden wir auch eine mehrere Meter breite und vorne 2 Meter hohe Höhle, die nach hinten abfällt und vermutlich noch tiefer in den Fels hinein reicht. Dort ist sie allerdings verfüllt mit Erde und großen Felsbrocken. Ohne schweres Gerät ist hier nix zu machen.
Im für uns zugänglichen Bereich klopfen wir einige Proben ab, ohne irgend eine Spur von Erzen zu entdecken. Diese Höhle ist zwar zumindest teilweise bearbeitet, aber das Wozu bleibt uns unklar. Dafür entwickelt sich zwischen Alfred und Matthias wieder eine tiefgründige Diskussion über die Genese der Rothplattenbach-Gesteine (Spilit, Basalt, mit Analcim, Tridymit, Umwandlungen, eruptiver CO2-Ausgasung, dazu Alfreds Röntgen-Analysen, …; als geologischer Laie muss der Chronist hier passen).
Zur mentalen Entspannung geht’s dann noch weiter aufwärts. Da soll sich ein weiteres tiefes Loch befinden. Diese Stelle finden wir auch. Allerdings stellen sich die in einer horizonalen Zone liegenden Löcher als Karst-artige Auswaschungs-Hohlräume heraus, also ebenfalls ohne jede Vererzung.
Auf einen von Alfred angeregten Gipfelsturm verzichten wir mit Mehrheitsbeschluss und steigen ab mit Aussicht zum gegenüber liegenden Hotzenberg (im Foto befinden sich die am 4.11. aufgesuchten Bergbau-Spuren hinter dem Haus und im Wald darüber).
Unten am Hof treffen wir den Jungbauern, der sich als Betriebsleiter bezeichnet und sich nicht allzu glücklich äußert über das gerade überstandene Seminar, auf dem bürokratische Zusatz-Aufgaben für bäuerliche Betriebe vermittelt wurden.
Abschließend suchen wir nochmal kurz die Stelle hinter dem Haus im obigen Foto auf, um ein paar weitere Proben zu bergen, Material für weitere Analysen.
