Erneute Forschungen in der Arosa-Zone
Eine weitere Exkursion zu den Magmatiten der Allgäuer Arosa-Zonen
Die Gaisalpe
Zum wiederholten Mal soll der Versuchsstollen oberhalb der Gaisalpe und sein Umfeld aufgesucht werden, um weitere Proben zu sammeln für den Nachweis, dass es sich hier wie am Rothplattenbach sowie nahe der Talstation der Fellhornbahn (siehe Bericht zum Besuch am 07.08.26) und weiteren Stellen um Magmatite der Arosa-Zonen handelt.
Motivation für Alfred war auch der Verlust seines nagelneuen Fäustels beim letzten Besuch und die (letztlich enttäuschte) Hoffnung, sein Werkzeug wieder zu finden.
Oberhalb der Gaisalpe verlassen wir den stark frequentierten Wanderweg zum Gaisalpsee und zum Rubihorn und steigen über einen steilen Grashang und durch einen kleinen Wald auf zum ca. 3 m tiefen Versuchsstollen, der vor langer Zeit vermutlich in der Hoffnung auf Erzvorkommen angelegt worden ist.
Schon im Aufstieg und dann auch im und um den Stollen werden Proben abgeschlagen, mit der Lupe begutachtet und für genauere Untersuchungen zuhause eingetütet.
Die Arbeit im steilen Gelände erfordert hohe Konzentration. Matthias gönnt sich zwischendurch auch eine kleine Stärkung, bei der er den Ausblick ins Tal genießen kann.



Nach ersten Diskussionen noch oben am Stollen machen wir es uns gemütlich auf der Terrasse der Gaisalpe, wo Alfred seine Röntgenspektren und deren Ergebnisse ausbreitet, welche die mineralische Zusammensetzung der Proben vom letzten Besuch zeigen. Besonderes Interesse findet dabei der unterschiedliche Anteil von amorphem (glasigem) Material, welches auf rasche Erstarrung aus der Schmelze hinweist. Z.B. zeigt ein eingeschlossener magmatischer Xenolith fast völlig kristalline Struktur, während das einschließende, ebenfalls magmatische Gestein einen sehr hohen amorphen Anteil aufweist.
Was dies für die Entstehungsgeschichte der Magmatite der Allgäuer Arosa-Zonen bedeutet, wird noch einige Proben-Analysen und deren Diskussion erfordern. Die bisher gängige Erklärung jedenfalls ist nicht mehr haltbar.
Alle Bilder (c) K.Vogt




